Illegale Downloads - Für wen die Datenpiraterie „teuer“ wird

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Bild (27.07.2010, 14:40) Eine britische Studie hat ergeben, dass die Nutzer von illegalen Downloads gleichzeitig auch mehr für den legalen Kauf von Musikträgern im Laden oder im Internetshop bezahlen, als die Nutzer, die nur legal erworbene Musik konsumieren.

Laut der Studie bezahlen britische Internetnutzer, die auf illegale Musik-Downloads zurückgreifen, für legal gekaufte CDs oder Platten durchschnittlich 77 Pfund im Jahr (rund 90 Euro). Die Internetnutzer, die Musik nicht durch Datenpiraterie erwerben, hingegen nur 44 Pfund (rund 52 Euro). Bei der Studie wurden 1.000 Briten zwischen 16 und 50 Jahren befragt. Von diesen gaben zehn Prozent den illegalen Datendownload zu.

Während die britische Musikindustrie bekannt gab, dass alleine im Vereinigten Königreich (rund 60,2 Millionen Einwohner) sieben Millionen Internetnutzer auf illegale Downloads zurückgreifen würden, wäre diese Zahl laut der Studie wesentlich geringer. Aber wer gibt schon für eine Statistik zu, Datenpiraterie zu betreiben? Es stellt sich die Frage, ob die Internetnutzer, die illegale Musik-Downloads benutzen und zusätzlich Musikprodukte kaufen, grundsätzlich mehr Interesse an der Musik haben oder ob ihre Kaufkraft erst durch die Möglichkeit, Musik aus dem Internet ziehen zu können, an Nachdruck gewinnt.

Ein stark diskutiertes Thema war hierbei die sogenannte „Three Strikes Download Law“ (in Deutschland „Abgestufte Erwiderung“), wie bereits 2008 die Sunday Times berichtete. Der Begriff „Three Strikes (and you are out)“ (zu Deutsch: Drei Versuche und du bist draußen) kommt ursprünglich aus dem Baseball und bedeutet, dass nach zwei Fehltritten eine harte Strafe folgt. Das Gesetz befasst sich mit der Bestrafung von Verletzungen des Urheberrechtes im Internet. Hierbei gibt es die Instanzen der Warn-E-Mail, der befristeten Suspendierung und des Ausschlusses aus dem Internet von auffällig gewordenen Nutzern.

Viele Nutzer sehen diese Maßnahme als Freiheitsberaubung an und rechtfertigen sich mit der Aussage, dass die illegalen Tauschbörsen die Musikbranche ankurbeln würden. Diese Ankurbelung würde durch das ermöglichte private Testhören im Eigenheim viel stärker erfolgen, als in überfüllten CD-Läden oder Elektronikmärkten, so die Verbraucher. Des Weiteren würden durch Konzert-Besuche, Merchandising-Produkte, dem Nutzen des Radios und der damit verbundenen GEZ-Gebühr sowie Discobesuchen Abgaben an die Musikindustrie anfallen.


Was denkt Ihr? Bezahlen Internetnutzer, die illegale Downloads benutzen, für legale Produkte im Laden oder im Versandhaus mehr, als es legale Musikkonsumenten tun? Und empfindet Ihr die „Three Strikes Law“ als angebracht für die Bestrafung von Datenpiraterie?


Symbol-Foto: Colourbox mehr aus Community

 

Kommentare

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 Zitat:
Diese Argumentation wird ja häufig angebracht, nur nachvollziehen kann ich sie nicht.
Wenn ich von einem Musikstück die sehr gute MP3 besitze, warum sollte ich sie dann nocheinmal kaufen? Die Musikanlagen daheim unterstützen meist MP3, oder es ist eine MP3-Quelle angeschlossen z.B. PC, der MP3-Player oder halt direkt am PC. Wozu sollte man sich dann noch eine Plastikscheibe kaufen oder gar widersinnig noch eine MP3?

Ich kaufe mir die MP3s gleich oder ziehe mit von Freunden eine Privatkopie, CDs hab ich das letzte mal mitte der 90er Jahre gekauft...die stehen im Schrank und nehmen Platz weg, nutzen tut man sie eh nie.

Ich halte diese Argumentation a) eher für eine Ausnahme oder b) für eine billige Ausrede um illegal Musik saugen zu rechtfertigen.



antwort warum original kaufen : wesentlich besserer klang als MP3 + hülle + cover + booklet ... evtl zugaben wie digipack gibts beim saugen nciuht dazu und die scans die man manchma mitbekommt werden einem echten booklet nicht gerecht

NR. 166 | 28.07.10 | 21:47

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 offline, männlich

ich füg noch ein hinzu:

Einige Sammeln Briefmarken, andere CDs und andere Comics. und so weiter und viel mehr....

Jeder hat ein anderen Bezug zu den Dingen die er mag oder nicht.

NR. 167 | 28.07.10 | 22:17

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 Zitat:
antwort warum original kaufen : wesentlich besserer klang als MP3 + hülle + cover + booklet ... evtl zugaben wie digipack gibts beim saugen nciuht dazu und die scans die man manchma mitbekommt werden einem echten booklet nicht gerecht


Da kennt sich ja einer aus ;D



Das dumme an Datenpiraterie in der Musik ist da auch die, dass man dann denkt: "Hey. Ich habe mir gerade 100 Lieder runtergeladen. Is ja nix. Die hör ich soweiso zwar nie, aber egal."
Das tut man bei nem Original nicht.
-- Da weiß man was man hat --
Und das, weil man wirklich besseren Klang hat, da nicht Mp3 vorliegt, sondern Wave (siehe Zitat) und weil man sich die CD und das Cover angucken kann.

Und man weiß, es ist ein Original - und fühlt sich sicherer.

NR. 168 | 29.07.10 | 13:04

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naja wenn man sich jeden billigen schrott runterlädt^^. kostenlos aktuelle musik bekommste auch wenn man einfach webradio mitschneidet und zwar in der qualität in der man es haben will. Das ist nicht mal illegal und man hat die überflüssigen songs auf den album nicht.

NR. 169 | 09.08.10 | 19:37

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